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Selbstbewusstsein

Selbstbewusstsein entsteht bei vielen Menschen im Laufe ihres Lebens automatisch. Prägende Einflüsse sind die Erziehung und das persönliche Umfeld. Über eine Tatsache muss man sich allerdings bewusst sein: Die Voraussetzungen dafür, Selbstbewusstsein zu entwickeln, sind definitiv nicht bei allen Menschen in gleichem Maße gegeben. Aber glücklicherweise gilt auch: Jeder Mann oder jede Frau kann sich zu einem beliebigen Zeitpunkt dafür entscheiden, sein Selbstbewusstsein zu stärken. Die Betonung liegt auf jeder. Das Geheimnis zu mehr Selbstbewusstsein liegt bei jedem selbst. Jedes Individuum möchte begehrenswert und wertvoll sein. Doch wie definiert man einen Wert? Es gibt viele Arten von Wert: Zeitwert, Buchwert, Marktwert und zusätzlich alle anderen möglichen Ausprägungen von Wert. In der Ökonomie ist der Wert die Grundlage für die Verrechnung von Gütern oder Dienstleistungen. Um ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln, ist der eigene Wert von großer Bedeutung. Es ist gar nicht so leicht, den eigenen Wert zu erkennen. Denn für seine Vermessung gibt es weder ein Meterstab noch eine Waage.

Für das Selbstwertgefühl ist die Kindheit prägend

Das Leben eines Menschen ist in der Regel sehr vielschichtig. Und auch die Gründe, in welcher Weise sich ein Mensch entwickelt, sind ebenso mannigfaltig. Geboren werden Menschen weder ohne noch mit Selbstwertgefühl. Das Selbstwertgefühl entwickelt sich über die Jahre durch das eigenen Zutun und das persönliche Umfeld. Ganz besonders prägend ist dabei die Kindheit, dabei vor allem die ersten drei Jahre. In dieser Zeitspanne sind die Eltern für das Kind das Maß aller Dinge – ihr Wort hat Gewicht und Gültigkeit.

Es ist für ein Kind fast essentiell, seinen Eltern mit seinen Handlungen eine Freude zu machen. Kinder wissen instinktiv, dass sie ohne ihre Eltern nicht existieren können. Verbote werden in der Regel befolgt, Regeln gelernt und stark verinnerlicht. Selbstgespräche und Gedanken dienen dabei der Selbstregulierung. Die eigene innere Stimme ist in der ersten Lebensphase eines Menschen besonders bedeutsam. Es sichert die Liebe der Eltern und trägt zu einem harmonischen Zusammenleben mit der näheren Umwelt bei.

Ein Mensch und sein Verhalten sind zwei verschiedene Dinge

Viele Kinder bewerten sich selbst, wenn sie sich schlecht benehmen oder falsch verhalten. Denn in der Kindheit gilt die Regel, sich auf dem Weg des Erlaubten zu bewegen. Grundsätzlich ist es auch kein Problem, sich an Regeln und Gebote zu halten. Problematisch wird es erst, wenn ein Mensch mit seinem eigenen Verhalten gleichgesetzt wird. Daraus würde nämlich folgen: ein schlechter Mensch wäre derjenige, der etwas Schlechtes tut. Wer etwas Unanständiges denkt, wäre selbst unanständig. Ein falscher Fünfziger wäre dann derjenige, der falsch handelt.

Es gibt allerdings nicht wenige Menschen, die in ihrem späteren Leben ihr Verhalten mit ihrer eigenen Persönlichkeit verwechseln. Wer als Kind Aussagen gehört hat, er sei nichts wert oder zu nichts zu gebrauchen, dessen inneres Bild von sich selbst wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Es kann dann passieren, dass man glaubt, man sei kein wertvolles Mitglied der Gesellschaft. Und prägend für diesen Glauben sind die ersten Lebensjahre. Je häufiger man gespürt oder erlebt hat, dass der eigenen Wert herabgesetzt wird, umso intensiver übernimmt das eigene Selbst diese Beurteilung. Das Ganze läuft unbemerkt als schleichender Prozess über Jahre hinweg ab.

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