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Multimillionäre bleiben in Krisen ruhig und gelassen

Natürlich gibt es keine Glücksformel, keine geheime Strategie, die jeder Mensch nur befolgen müsste, um in die kleine Gruppe der Multimillionäre aufzusteigen. Doch Rainer Zitelmann hat in seiner wissenschaftlichen Studie „Psychologie der Superreichen“ ähnliche Verhaltensmuster aufgedeckt. Es gibt unter den Menschen, die auf der finanziellen Sonnenseite des Lebens stehen Gemeinsamkeiten, die sich oftmals schon in der Jugendzeit bemerkbar machen. Daneben gibt es Persönlichkeitsmerkmale, die regelmäßig unter den Superreichen anzutreffen sind. Immenser Reichtum baut also nicht nur auf Zufälligkeiten auf. Rainer Zitelmann hat für seine Dissertation Menschen interviewt, deren Vermögen mindestens zehn Millionen Euro beträgt. Einige der Befragten sind sogar Milliardäre. Der Untertitel seiner Studie lautet: „Das verborgene Wissen der Vermögenselite“. Wer in Deutschland sehr reich ist, behält dies in der Regel eher für sich. Die deutschen Multimillionäre gehören eher zu einer scheuen Spezies. Eine eigenständige Erforschung des Reichtums gibt es hierzulande erst seit rund 15 Jahre.

Die meisten Multimillionäre sind Männer

Der Forscher Rainer Zitelmann, selbst vermögend, ist so nah an jene Superreichen herangekommen, wie kein anderer Wissenschaftler vor ihm. Im Interview stellte der Forscher den Multimillionären Fragen zu ihrer Jugend, zu ihrer Bereitschaft, ein Risiko einzugehen, zu ihren Fähigkeiten, mit Konflikten umzugehen sowie zu ihrem Umgang mit Niederlagen und Rückschlägen. Die Vermögenselite, die Rainer Zitelmann befragt hat, besteht zuallererst aus Männern, die meist deutlich über 50 Jahre alt sind. Unter ihnen ist nur einen Frau.

Bei den Interviewten von Rainer Zitelmann handelt es sich ausschließlich um Millionäre, die sich ihren Reichtum selbst erarbeitet haben. Sie kommen in der Regel aus der Mittelschicht und sind nicht mit dem sogenannten „goldenen Löffel im Mund“ geboren. Die meisten Eltern verfügten über kein großes Vermögen, allerdings waren 60 Prozent der Väter selbstständig. Das ist zehnmal so viel wie in der Gesamtbevölkerung. Nur zwei kommen aus einer Familie, in der der Vater ein einfacher Arbeiter war.

Die Superreichen verfügen über ein verborgenes Wissen

Einen der entscheidenden Schlüssel für den Erfolg der Superreichen sieht Rainer Zitelmann in ihrem impliziten Lernen und ihrem „verborgenen Wissen“. Sie können etwas, ohne eigentlich zu wissen, wie es eigentlich funktioniert. In vergangenen Zeiten nannte man so etwas die „Schule des Lebens“. Jenes Lernen, das ohne bewusste Steuerung im Unterbewusstsein stattfindet und sich jenseits der Lehrpläne bewegt. Die Menschen der Vermögenselite verfügen über den Mut, gegen Vorschriften und Autoritäten zu kämpfen sowie über die Fähigkeit, Konflikte auszuhalten und haben die Courage, auch einmal in eine andere Richtung zu marschieren als dies der Mainstream tut.

Die Superreichen haben gelernt sowohl mit Siegen aus auch der Niedergeschlagenheit bei Niederlagen klar zu kommen. Selbst in Zeiten schwerer Krisen bleiben sie ruhig und gelassen. Außerdem übernehmen sie Verantwortung und treten als Vermittler zwischen Menschen auf. Die Multimillionäre verlassen sich zudem nicht nur auf die nackten Zahlen, sondern auch auf ihr Bauchgefühl. Dabei handelt es sich um jene Intuition, deren Grundlage die im Leben erworbenen Erfahrungen und Informationen sind, über die man zwar verfügt, die sich aber nicht erklären lässt.

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