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Den Arbeitsplatz ergometrisch gestalten

Um Rückenschmerzen und Verspannungen zu vermeiden, sollten Büroangestellte auf eine ergonomische Ausgestaltung ihres Arbeitsplatzes achten und sich zudem während der Arbeit regelmäßig bewegen. Rückenschmerzen haben sich in Deutschland zu einer Volkskrankheit entwickelt und zählen zu den häufigsten Ursachen für eine Krankschreibung. Es ist zwar allgemein bekannt, dass ein Mangel an Bewegung und langes Sitzen zu den größten Risikofaktoren zählen, Rückenschmerzen zu bekommen. Trotzdem tun sich viele Büroarbeiter damit schwer, präventive Maßnahmen zur Rückenstärkung in ihren Alltag einzubauen. Dabei kann man schon mit kleinen Umstellungen viel für die Gesundheit seines Rückens tun. Ob ein Arbeitsplatz im Büro ergometrischen Richtlinien entspricht, überprüfen Experten in der Regel in der Reihenfolge Bürostuhl, Arbeitstisch und Technik. Bei der Besichtigung der Arbeitsplätze sehen sie sich auch genau das Sitzverhalten der Büroangestellten an. Heutzutage gibt es in vielen Büroräumen Möbel, die ein ergometrisches Arbeiten ermöglichen. Diese müssen aber richtig eingestellt und genutzt werden.

Die Arbeitsplatte des Tisches sollte gleich hoch wie die Armlehnen des Stuhles sein

Der Bürostuhl wird zum Beispiel von unten nach oben eingestellt. Die Höhe des Sitzes ist ideal, wenn Oberkörper- und Kniewinkel etwas mehr als 95 Grad betragen, damit das Blut ohne Engpässe frei fließen kann. Die Sitztiefe ist passend eingestellt, wenn das Becken die Rückenlehne berührt und ein Abstand von circa acht Zentimetern zwischen Wade und Sitzvorderkante bleibt. Wenn sich die Lumbalstütze etwa auf der Höhe des Gürtelbundes befindet, ist die Höhe der Rückenlehne optimal eingestellt.

Zudem soll der Gegendruck so fixiert sein, dass der Oberkörper von der Rückenlehne in aufrechter Stellung gehalten wird, aber nicht nach vorne drückt. Wenn alle Einstellungen beim Bürostuhl vorgenommen worden sind, lässt sich der Arbeitstisch mühelos optimieren. Der Tisch ist gut eingestellt, wenn die Arbeitsplatte die gleiche Höhe wie die Armlehnen des Stuhles aufweist. Bei den Schultern und im Nacken kann es ebenfalls zu Verspannungen und Schmerzen kommen, wenn die Arbeits- und Hilfsmittel nicht richtig angeordnet sind.

Der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen fördert die Konzentrationsfähigkeit

Wenn der Bildschirm zum Beispiel zu hoch montiert ist, kommt es zur Überstreckung der Halswirbelsäule, indem der Büroarbeiten seinen Kopf gezwungenermaßen nach vorn schiebt. Daher gilt die ergometrische Faustregel: Der Abstand zwischen Bildschirm und Auge sollte etwa eine Armlänge betragen und der Bildschirm sollte sich im Zentrum des Blickfelds des Betrachters befinden. Maus und Tastatur sollten möglichst nahe an der Kante des Tisches liegen. Beim Tippen auf der Tastatur sollten die Unterarme auf der Tischfläche oder den Armlehnen des Stuhls ruhen.

Jeder Büroangestellte sollte zudem für regelmäßige Bewegung während seiner Arbeit sorgen. Wenn möglich sollte die Büroarbeit wie folgt aufgeteilt werden: 10 Prozent Bewegung, 30 Prozent Stehen und 60 Prozent Sitzen. Der Wechsel zwischen Stehen und Sitzen im Büroalltag steigert die Konzentrationsfähigkeit und reguliert die Belastung auf den Körper. Die Wirkung lässt sich noch mit einem Spaziergang in der Mittagspause oder einfachen Gymnastikübungen verstärken. Öfter mal in Büro aufstehen, fördert die Gesundheit.

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