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Bart-Guide: Welcher Bart steht welchem Mann?

Ein ordentlicher Bart ist ein Symbol für Stärke und Männlichkeit. Jeder ist individuell und es gibt viele Möglichkeiten, diesen nach den persönlichen Vorlieben zu gestalten. Je nach Barttyp fällt die Pflege und Rasur unterschiedlich intensiv aus. Der Aufwand für ein gepflegtes Aussehen lohnt sich aber. Männer haben jedoch nach der Entscheidung, sich einen Bart wachsen zu lassen, die Qual der Wahl – Welchen der vielen Barttypen nehme ich? Hier eine kleine Auflisten der beliebtesten Modelle und wie sie zu pflegen sind:

Rap Industry

Der Rap Industry besteht aus einem schmalen Schnurrbart und filigranen Koteletten, von denen aus entlang der Wangen eine dünne Linie bis über das Kinn verläuft. Dieses wiederum wird mit der Unterlippe durch einen Chin-Strap verbunden, einen ebenfalls feinen Streifen. Früher wurde dieses Exemplar besonders gerne von Musikern getragen, heute verleiht er Jedem, egal ob Geschäftsmann oder junger Sportler, ein maskulines Image. Er ist also ein richtiges Allround-Talent.

Als Grundlage für den Rap Industry muss jedoch erst einmal ein Vollbart vorhanden sein. Aus diesem werden dann mit viel Fingerspitzengefühl die einzelnen Bereiche um den Mund, das Kinn und den Kiefer geformt. Anschließend müssen die Koteletten täglich aufs neue getrimmt werden. Auch die filigranen Linien müssen jeden Tag geschnitten werden, damit die zarten Konturen erhalten bleiben.

Chin-Strap

Der elegante Chin-Strap ist besonders für Männer mit kantigen Gesichtszügen geeignet. Diese werden durch den schmaler Streifen, der über die Wangen und das Kinn verläuft, erstklassig betont. Der Träger dieses Barts kann dabei nach seinen persönlichen Vorlieben entscheiden, wie schmal oder breit der Bartstreifen sein soll und somit auch, wie viel im Endeffekt von seinem Gesicht verdeckt wird.

Neben der ganz normalen Pflege sollten auch bei diesem Barttyp täglich die Koteletten getrimmt werden. Der Träger eines Chin-Strap sollte diesen regelmäßig in Form bringen und dafür sorgen, dass die Barthaare nicht zu lang werden. Werden diese schön kurz gehalten, entfaltet sich die coole Wirkung dieses Exemplares am besten.

Henriquatre

Dieser Barttyp kommt besonders gut bei kantigen oder ovalen Gesichtszügen zur Geltung und zeichnet sich durch seine äußerst markante Wirkung aus. Er besteht aus einem glatten Halsbereich und einer Rundung, welche um den Mund verläuft. Diese ist dabei an der Oberlippe bis hinunter zum Kinn, welches vom kompletten Barthaar bedeckt wird, etwas schmaler.

Wer die richtige Form und auch die optimale Länge mit viel Geduld erreicht hat, der kann sich bei der Pflege etwas zurücklehnen. Neben der Morgenroutine muss dieses Exemplar nur ab und zu mal rasiert werden, damit er nicht zu lang wird.

3-Tage-Bart

Dieser Bart ist für alle geeignet, die nicht viel Zeit im Bad verbringen wollen. Ein 3-Tage Bart entsteht ganz von selbst nach, wie der Name schon sagt, 3 Tagen. Er wirkt sehr natürlich und ist für jeden Mann geeignet.

Ganz außen vor gelassen werden sollte die Pflege hierbei trotzdem nicht. Mit etwas Bartöl wirkt er sehr viel gepflegter und nach maximal 5 Tagen ist der Griff zum Rasierer dann doch notwendig. Bis dahin spart der Träger dieses Barttyps jedoch viel Zeit im Bad, verglichen mit den anderen anspruchsvolleren Bärten.

Schifferkrause

Diese würdevoll erscheinende Variante ist besonders für Männer mit einem schmalen oder länglichen Gesicht geeignet. Die Wangen sind durch einen schmalen Streifen mit dem Kinn verbunden, an dem die Barthaare sehr lang und dicht sind, und ansonsten ist die Schifferkrause wie der Chin-Strap, nur dass sie deutlich voluminöser ist.

Als Basis hierfür braucht es einen dichten Vollbart, der mit einem Trimmer an Wangen und Koteletten bearbeitet wird. Mit diesem wird die Schifferkrause auch ca. alle 2 Tage bearbeitet, um die Kanten ordentlich zu halten. Zusätzlich reicht diesem Exemplar die normale Pflegeroutine.

Moustache / Oberlippenbart

Dieser Bart hebt den Bereich zwischen Oberlippe und Nase hervor, wie der Name schon vermuten lässt. Je nach Styling kann die Wirkung komplett unterschiedlich ausfallen – von modern bis ungepflegt und altbacken. Diese Variante lässt viel Spielraum für eine individuelle Gestaltung, denn kurz und schmal ist genauso möglich wie breit oder sogar gezwirbelt.

Je nachdem für welches Styling man sich entscheidet fällt auch die Pflege unterschiedlich aus. Ein glattes Modell benötigt einen Rasierer, ein voluminöser Oberlippenbart einen Trimmer und die gezwirbelte Variante oder ganz andere Stylings können mit einer Schere in Form gehalten werden.

Vollbart

Der Vollbart ist nur etwas für Männer, die ein sehr kantiges oder markantes Gesicht haben und über einen starken, gleichmäßigen Bartwuchs verfügen. Bei kahlen Stellen oder sehr dünnen Haaren ist dieser Barttyp nicht geeignet. Er wirkt allgemein sehr wild und rebellisch.

Nach der langen Wachstumsphase von 4 bis 6 Wochen, in denen der Bart höchstens mit einer Schere etwas in Form gebracht wird, muss er täglich gepflegt werden. Regelmäßiges Trimmen ist dabei genauso wichtig wie tägliches Kämmen und die Verwendung von Bartöl. Unter der Dusche kann auch eine Wäsche mit einem milden Shampoo nicht schaden.

Anchor

Dieser Barttyp sieht, wie sein Name schon sagt, wie ein Anker aus. Er besteht aus einem Oberlippenbart und filigranen Linien am Kinn und an den Wangen. Der auffällige Anchor wirkt sehr elegant und kommt besonders gut bei einem länglichen oder ovalen Gesicht zur Geltung.

Um diesen erst einmal zu erreichen, sollte ein Vollbart als Grundlage vorhanden sein. Daraus wird dann durch das Rasieren einzelner Bereiche und das Trimmen für klare Konturen die typische Form geschaffen. Den letzten Schliff verpasst man dem Bart mit einer Schere. Anschließend muss er mehrmals wöchentlich rasiert und mit mildem Shampoo und Bartöl gepflegt werden.

Backenbart

Diese Variante zeichnet sich dadurch aus, dass Kinn und Hals komplett frei von Barthaaren sind. Von den Koteletten ausgehend verläuft er über die Wangen bis zur Oberlippe. Der Backenbart hat eine sehr wilde und starke Wirkung und isst besonders für Männer mit einem vollen Bartwachstum geeignet.

Die Pflege ist für dieses Exemplar sehr einfach, da lediglich zusätzlich zur Morgenroutine die seitlichen Konturen mit Hilfe eines Trimmers in Form gebracht werden. Wer eine wildere Variante des Backenbarts bevorzugt, der muss diesen nur etwas länger wachsen lassen.

Hollywoodian

Dieser Bart wirkt wild und gleichzeitig glamourös. Er ist nur für Männer mit markanten Gesichtszügen und einem lückenlosen, dichten Bartwuchs geeignet. Der Hollywoodian zeichnet sich dadurch aus, dass er voluminös über Mund und Kinn verläuft und aus kurzen, gepflegten Haaren besteht.

Da diese Variante immer gepflegt aussehen muss, ist das Beste ein tägliches Trimmen und die regelmäßige Verwendung von Bartöl und einem milden Shampoo. Der Hollywoodian benötigt also viel Aufmerksamkeit, was er dem Träger aber mit einem coolen Image dankt.

Balbo

Diese Variante ist eine Kombination aus dem Chin-Strap, einem Schnurrbart und einem schmaleren Henriquatre, gepaart mit einem Kinn- und Zwirbelbart. Die Wangen und die Koteletten sind immer komplett glatt rasiert. Dieser relativ neue Barttyp ist besonders für Männer mit einem runden oder eckigen Gesicht geeignet.

Der Schnitt ist sehr anspruchsvoll, weshalb ungeübte Männer lieber einen Profi beim ersten mal ans Werk gehen lassen sollten. Für die weitere Pflege benötigt der Träger einen sehr präzisen Rasierer, eine Schere und einen Trimmer. Mit letzterem sollten die Haare am Kinn regelmäßig bearbeitet werden.

Die richtige Rasur

Das Nass-Rasieren ist die gründlichste Variante, da so jedes noch so kleine Haar zuverlässig erreicht wird. Für klare Konturen eignet sich ein Trimmer hervorragend. Je nach Bartyyp muss unterschiedlich oft nachrasiert werden. Manche benötigen eine tägliche Korrektur der Konturen, andere kommen auch mal 2-3 Tage ohne den Griff zum Rasierer oder Trimmer aus.

Mit dem richtigen Rasierer gegen Rasurbrand

So gut wie jeder Mann hat schon Bekanntschaft mit Rasurbrand gemacht. Die wichtigste Grundlage zur Vermeidung ist, neben der Pflege, der richtige Rasierer. Sehr billige Modelle verfügen meist über stumpfere Klingen, welche an den Barthaaren ziehen und zu Mikroverletzungen auf der Haut führen. Namenhafte und qualitativ hochwertige Markenrasierer sind mit langlebigeren und vor allem auch schärferen Exemplaren ausgestattet. Je mehr Klingen vorhanden sind, desto weniger wird die Hautoberfläche bei der Rasur gereizt. Das wiederum sorgt für deutlich weniger Rasurbrand.

Schaum, Gel, Öl oder Creme?

Je nach Art der Rasur und Haut des Mannes ist ein anderes Produkt geeignet. Gel hat eine kühlende Wirkung und zieht die Poren zusammen, was besonders bei feinen Haaren von Vorteil ist. Diese stellen sich auf und können leichter rasiert werden. Gleichzeitig hat Gel einen geringen Fettanteil, weshalb es für Männer mit öliger und unreiner Haut geeignet ist. Bei sehr empfindlicher Haut sollte erst eine Creme einmassiert und anschließend eine dicke Schicht Schaum aufgetragen werden. Dadurch ist die Haut gleich zweifach geschützt und wird deutlich weniger strapaziert. Für sehr trockene Haut oder bei starker Beanspruchung durch beispielsweise viel direkte Sonneneinstrahlung ist Öl am besten geeignet. Dieses sollte man auch bei der Rasur von feinen Konturen verwenden, da es transparent ist und nichts verdeckt.

Die richtige Pflege

Die folgenden Produkte sind besonders gut für die Bartpflege geeignet:

  • Barttrimmer mit verschiedenen Schnittlängen
  • Bartkamm aus Holz
  • Bartbürste aus unterschiedlich gestuften Wildschweinborsten
  • weiches Bartbalsam zur Pflege des 3-Tage-Barts
  • mittelharte Bartpomade zur Zähmung des Vollbarts
  • harte Bartwichse zum Zwirbeln des Oberlippenbarts
  • Bartöl aus reinen natürlichen Ölen ohne jegliche chemische Inhaltsstoffe für glänzende, geschmeidige Barthaare und Pflege der darunterliegenden Haut
  • Bartshampoo für die richtige Pflege

Je nachdem wie oft und wie viel Bartbalsam, Pomade, Öl oder Bartwichse verwendet wird entscheidet sich auch die Häufigkeit der Verwendung von Bartshampoo. Jeden Tag sollte der Bart mit klarem Wasser etwas gewaschen werden und 1-3 mal wöchentlich mit speziellem Shampoo. Da die Struktur komplett anders ist als die von Kopfhaaren muss unbedingt ein richtiges Bartshampoo verwendet werden.

Das Kämmen ist bei etwas längeren Barthaaren notwendig, damit diese nicht verknoten. Bei einer Länge von bis zu 5 cm kann eine Bartbürste verwendet werden, bei längeren Haaren ist ein Bartkamm empfehlenswert. Mit dem Kamm lassen sich auch hervorragend Pflegeprodukte verteilen.

Es ist tatsächlich möglich, sich den Bart zu färben. Das kommt besonders häufig bei den ersten grauen Haaren vor oder wenn das Wachstum an manchen Stellen etwas ungleichmäßig ist. Wer sich seinen Bart färben möchte, aus welchem Grund auch immer, der sollte aber unbedingt auf gute Qualität des verwendeten Produkts achten, damit die Struktur der Haare nicht beschädigt wird. Am Besten ist es jedoch immer einen Profi dafür aufzusuchen.

Fazit

Wer sich für einen bestimmten Bartyyp entscheidet, der sollte vorher unbedingt darauf achten, ob er auch zu einem passt. Mit der richtigen Pflege verleiht jeder Bart einem Mann ein individuelles Image und eine ganz spezielle Wirkung auf Frauen und andere Männer.

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