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Abnehmen beginnt im Supermarkt

Wer schlanker werden will, sollte Produkte, die viel Fett und Zucker enthalten, bereits im Supermarkt meiden. Denn stark kalorienhaltige Waren, die den Weg in den Kühlschrank geschafft haben, werden auch mit Sicherheit verspeist. Deshalb sagt Karina Gebele, leitende Ernährungsfachkraft an der Reha-Klinik Hohenfreudenstadt im Schwarzwald: „Abnehmen fängt beim Einkaufen an.“ Viele Menschen wissen gar nicht, in welchen Nahrungsmitteln sehr viele Kalorien versteckt sind. So würden beispielsweise fälschlicherweise glauben, dass Lebensmittel auf denen Bio draufsteht, immer arm und Kalorien und gesund sind. Karina Gebele erklärt: „Typische Zucker- und Fettfallen sind etwa fertige Fruchtjoghurts, Obstsäfte und Müsliriegel sowie einige Käse- und Wurstsorten.“ Sie rät, die Nährwerttabelle auf der Rückseite der Verpackung zu studieren. Seit Dezember des vergangenen Jahres müssen alle Lebensmittel, die abgepackt sind, eine solche Tabelle aufweisen. Dort findet der Konsument den Gehalt an Kalorien und die Menge an Zucker, Kohlenhydraten, gesättigten Fettsäuren, Fett, Salz und Eiweiß – jeweils bezogen auf 100 Milliliter oder 100 Gramm.

Der Mensch braucht keine Schokolade

Karina Gebele erläutert: „Wenn ich zwei Müslis in die Hand nehme und die Angaben vergleiche, sehe ich ganz schnell, welches mehr Kalorien hat und eher dick macht.“ All die Kekse, süßen Riegel und Schokoladen sind zwar lecker, aber der Mensch braucht sie nicht. Die Ernährungswissenschaftlerin Sandra Reppe, die für die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern Einkaufstrainings leitet, betont: „Der Mensch hat im Grunde gar keinen Bedarf nach Süßigkeiten. Zucker kann sich der Körper mithilfe von Enzymen aus anderen Kohlehydraten auch selbst herstellten.
Es gibt leider keine Süßigkeiten, die nicht dick machen. Selbst eine 300 Gramm Packung Fruchtgummis enthält 1044 Kalorien. Gemüsechips sind auch nicht viel gesünder als Kartoffelchips, da sie oft genauso viel Fett enthalten. Vorsichtig sein sollte der Verbraucher auch bei Nüssen. Sie sind zwar gesünder als viele andere Snacks, da sie viele wertvolle Fettsäuren enthalten. Aber dennoch warnt Karina Gebele: „Aber in Mengen genossen, liefern sie sehr viele Kalorien. Sie bestehen zu 50 Prozent aus Fett.“ Auch vom Müsliriegel nach dem Sport rät die Nahrungsexpertin ab und empfiehlt stattdessen eine Banane.

In den Einkaufswagen gehört viel frisches Obst und Gemüse

Die Fertigpizza zählt zu den beliebtesten Kalorienfallen. Sie enthält rund 800 Kilokalorien. Karina Gebele ergänzt: „Und das ohne den extra Belag, den viele noch draufgeben. Tiefkühlgemüse in Reinform darf dagegen in großer Menge im Einkaufswagen landen. Es enthält sogar oft mehr Mineralstoffe und Vitamine als frisches Gemüse, das zu lange gelagert worden ist. Diätpläne nehmen auch von fertigen Gemüse-Nudel-Pfannen keinen Schaden, vor allem wenn man sie mit einer Handvoll frischem Gemüse streckt.
Wer abnehmen möchte, sollte im Supermarkt die Regale mit Süßigkeiten und Getränken komplett meiden. Als Alternative sollte man ungesüßten Tee oder Leitungswasser trinken. Der Einkaufswagen sollte im Supermarkt immer reichlich mit frischem Obst und Gemüse gefüllt werden, wobei man beim Obst aufpassen muss, da ihn ihm auch oft viel Fruchtzucker enthalten ist. Ein gesunder Warenkorb enthält also Wasser, Naturjoghurt, Gemüse und Obst. Ein ungesunder dagegen Fertigprodukte, fettreiche Wurst und zuckerhaltige Getränke.

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